Wanderungsnarrative. Zur Verknüpfung von Raum und Identität in Migrationserzählungen

Felix Wiedemann, Kerstin P. Hofmann, Hans-Joachim Gehrke

Veröffentlicht in: Vom Wandern der Völker. Migrationserzählungen in den Altertumswissenschaften
Jahr: 2017
DOI: 10.17171/3-41-1
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:188-fudocsseries000000000743-0
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1237
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Abstract

Migrationen eignen sich ideal dazu, erzählt zu werden. Sie spielen bei der Thematisierung kulturellen Wandels, der (Trans)Formation von Räumen oder der Konstituierung von Identitäten eine zentrale Rolle. Anknüpfend an narratologische Ansätze in der Historiographiegeschichte fragen wir, wie Migrationen erzählt werden und welche spezifischen Erzählmuster dabei in den Altertumswissenschaften Verwendung finden. Nach Einführung des zentralen Begriffs der historiographischen Wanderungsnarrative skizzieren wir die empirisch-rekonstruktive Konstituierung kollektiver Identitäten und ihre Verknüpfungen mit Räumen. Sodann stellen wir die Beiträge des Sammelbandes thematisch gegliedert vor, um abschließend weitere Perspektiven einer narratologischen Erforschung von Wanderungshistoriographien aufzuzeigen.

Autoren

Felix Wiedemann

Felix Wiedemann studierte Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie an der Freien Universtität Berlin. Dort promovierte er 2006 mit einer Arbeit zur Rezeption der europäischen Hexenprozesse.

Felix Wiedemanns Forschungsschwerpunkte sind Wanderungsnarrative in den Wissenschaften vom Alten Orient (1870–1930), Historiographiegeschichte, Geschichte des Orientalismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus und Neureligiöse Bewegungen.

Kerstin P. Hofmann

Kerstin P. Hofmann ist Prähistorische Archäologin und Zweite Direktorin der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt a. M. Zuvor war sie als Auslandsstipendiatin des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom und arbeitete dann als Koordinatorin der Cross Sectional Group V “Space and Collective Identities”, später als Nachwuchsgruppenleiterin des Key Topic Identities beim Exzellenzcluster Topoi. Ihre Forschungsschwerpunkte sind kultureller Wandel, Identitäten und Mensch-Ding-Beziehungen in den Metallzeiten sowie der Frühgeschichte Europas.

Hans-Joachim Gehrke

Hans-Joachim Gehrke ist emeritierter Professor der Universität Freiburg (Breisgau) und Beauftragter des Rektors für das University College Freiburg. Nach seiner Habilitation 1982 in Göttingen war er Professor für Alte Geschichte an der Universität Würzburg, der Freien Universität Berlin und der Universität Freiburg. In den Jahren 2008 bis 2011 war er Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts. Seine Forschungsinteressen sind Griechische Geschichte, Historische Ethnografie des zentralen und östlichen Mittelmeerraums, soziale Konflikte und soziale Integration sowie Konzepte kollektiver Identitäten.

 


Citation

Felix Wiedemann, Kerstin P. Hofmann and Hans-Joachim Gehrke, "Wanderungsnarrative. Zur Verknüpfung von Raum und Identität in Migrationserzählungen", in: Felix Wiedemann, Kerstin P. Hofmann and Hans-Joachim Gehrke (Eds.), Vom Wandern der Völker. Migrationserzählungen in den Altertumswissenschaften, Berlin: Edition Topoi, 2017, 9–37
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