Ancient Colonization of Marginal Habitats. A Comparative Analysis of Case Studies from the Old World

Wiebke Bebermeier, Dennis Beck, Iris Gerlach, Torsten Klein, Daniel Knitter, Kay Kohlmeyer, Jan Krause, Dirce Marzoli, Julia Meister, Bernd Müller-Neuhof , Claudia Näser, Philipp von Rummel, Dorothée Sack, Stephan G. Schmid, Brigitta Schütt, Ulrike Wulf-Rheidt

Veröffentlicht in: Space and Knowledge
Jahr: 2016
DOI: 10.17169/FUDOCS_document_000000025985
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1089
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Abstract

The present contribution deals with the concepts of marginal habitats in selected regions of the ancient world, ranging from modern Spain to the Jordanian desert and from Turkey to the Ethiopian highlands. Central to this research is the hypothesis that the occupation of areas beyond the ‘normal’ settlement patterns corresponds to colonization processes which reflect specific social strategies and may have stimulated the development of new technological skills. A review of ‘marginality’ research in various disciplines indicates that there is no comprehensive definition of the concept, which can be approached from a multitude of perspectives and with manifold objectives. A survey of the eight case studies and two more in-depth discussions of the sites of Musawwarat (Sudan) and Ayamonte (Spain) highlight the potentials as well as the limits of the archaeological investigation into past marginalities. Patterns of spatial marginalization are the easiest to detect. The studies also show that we must not limit our analysis to the adverse factors connected to different kinds of marginalities. Instead, our analyses suggest that spatially marginal areas were deliberately chosen for settlement – an integration with core-periphery approaches may help us to understand these scenarios, which have received little attention in ‘marginality’ research in archaeology or elsewhere so far.

Autoren

Wiebke Bebermeier

Wiebe Bebermeier hat an der Hochschule Vechta Umweltwissenschaften studiert. Sie hat 2008 an der Georg-August-Universität Göttingen promoviert und wurde 2011 als Juniorprofessorin für Physische Geographie an die Freie Universität Berlin berufen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Landschaftsarchäologie.

Dennis Beck

Dennis Mario Beck (M.A.) ist Doktorand und Mitglied der BerGSAS und des Berliner Antike-Kolleg.  Er hat klassische Archäologie, provinzielle römische Archäologie und Religionswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Università di Roma – La Sapienza studiert. Daneben ist er Mitglied des Grabungsprojektes in Simitthus/ Chimtou und Meninx/ Djerba. Seine Forschungsinteressen sind: Marmor und Handel in der Antike, römische Religion, römischer Urbanismus, vor allem in Nord-Afrika.

Iris Gerlach

Iris Gerlach (Dr. phil., Munich 1997), M.A. in vorderasiatischer Archäologie, klassischer Archäologie und Assyriologie ist seit 2000 Leiterin der Sanaa Niederlassung der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts. Sie ist Grabungsleiterin verschiedener Feldstudien im Jemen, Äthiopien und Katar. Ihre Forschungsinteressen sind: Süd-Arabien und die prä-aksumitische Archäologie, kulturelle Kontakte, insbesondere Handel und Migration, Tempel und Religion, antikes Wassermanagement, Bestattungsriten und Kunstgeschichte.

Torsten Klein

Torsten Klein ist seit 2013 Doktorand und forscht zur ökologischen Rekonstruktion der antiken Siedlung Ayamonte in Nieder-Andalusien. Er hat an der Universität Leipzig Physische Geographie studiert und 2012 mit einem Diplom abgeschlossen. Seine Abschlussarbeit beschäftigte sich mit archäo-physischen Eigenschaften und Umweltmagnetismus in einer neolithischen Siedlung in Leipzig, Sachsen. Seine Forschungsinteressen sind: physische Geographie, Geoarchäologie, Mensch-Umwelt Interaktionen, Geophysik, Geologie und Küstenmorphologie.

Daniel Knitter

Daniel Knitter promovierte 2013 zum Thema “Archaeological Predictive Modeling of Prehistoric and Historic Settlement Locations in the Surroundings of the Late Ancient Imperial Palace Felix Romuliana”, nachdem er 2009 einen Master in Geographie erworben hat. Zwischen 2009 und 2010 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Topoi Research Group (A-I-9) Monti Navegna e Cervia. Seit 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator der Topoi Research Area (A) Spatial Environment. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Mensch-Umwelt-Beziehungen, vor allem in Bezug auf geomorphologische Prozesssysteme sowie die (prä)historische Landschaftsentwicklung unter menschlichem Einfluss und theoretische Geographie.

Kay Kohlmeyer

Kay Kohlmeyer ist Professor für Grabungstechnik und lehrt und forscht seit 1994 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin. Von 1985-1990 und 1993-1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Deutschen Orient-Gesellschaft, im Museum für Vor- und Frühgeschichte und im Deutschen Archäologischen Institut Damaskus. Er ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Ludwig Boltzmann Instituts für archäologische Prospektion und virtuelle Archäologie, Wien und des Lenkungsausschusses des “Aga Khan Trust” für das Culture-Project “The long-term rehabilitation of the Citadel of Aleppo”. Derzeit arbeitet er an Ausgrabungen auf der Zitadelle von Aleppo (Syrien) und in Anuradhapura (Sri Lanka) und ist beteiligt am “Conana survey project” (Türkei).

Jan Krause

Jan Krause ist seit 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographische Wissenschaften der Freien Universität Berlin. Zudem ist er seit 2008 Koordinator der research area (A) Spatial Environment des Exzellenzclusters Topoi. Seine Forschungsinteressen sind GIS, Paläohydrologie, vergangene und gegenwärtige Morphodynamiken, Trockengebiete sowie Landschaftsarchäologie.

Dirce Marzoli

Dirce Marzoli (Prof. Dr.) ist Direktorin des Deutschen Archäologischen Instituts in Madrid, Spain.

Julia Meister

Julia Meister M.Sc., ist seit 2012 Doktorandin an der  Berlin Graduate School of Ancient Studies (Programm: Landscape Archaeology and Architecture). Sie hat einen Master-Abschluss in Geographie und wurde 2014 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Geographische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin. Davor war sie von 2012 bis 2013 Assistentin in der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Institut. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Mensch-Umwelt Interaktionen, antikes Wassermanagement und paläo-ökologische Rekonstruktion.

Bernd Müller-Neuhof

Bernd Müller-Neuhof (Dr. phil., FU Berlin 2005), M.A. in vorderasiatischer Archäologie, Vorgeschichte und Assyriologie trat 2010 der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts bei und war Mitarbeiter im DFG-Projekt “Aride Lebensräume im 5.bis frühen 3.Jahrtausend v.Chr.: Mobile Subsistenz, Kommunikation und Ressourcennutzung in der Nördlichen Badia (Nordost-Jordanien)”. Seine Forschungsschwerpunkte sind: antikes Wassermanagement, Nomadentum, lithische Technologien, vorgeschichtlicher Handel und Austausch, Entwicklung der Urbanisierung und Konflikte sowie Kriegsführung in prähistorischen Gesellschaften.

Claudia Näser

Claudia Näser ist Ägyptologin und Archäologin mit Schwerpunkt Afrika. Ihre Forschungen und Publikationen haben sich bisher mit Bestattungsarchäologie in Ägyptien und Nubien befasst, sowie mit der Archäologie Nubiens von der Vorgeschichte bis zur islamischen Periode, mit der Geschichte und Archäologie der ägyptischen Expansion nach Nubien, der Archäologie des Nomadentums, der archäologischen Theorie und den politischen Dimensionen archäologischer Praxis in gegenwärtigen sozialen Kontexten. Darüber hinaus ist sie Grabungsleiterin mehrerer Feldforschungsprojekte im Sudan und beschäftigt sich mit der Rolle des archäologischen Erbes in der islamischen Welt.

Philipp von Rummel

Philipp von Rummel (Dr. phil., Freiburg i. Br. 2005), wurde 2014 zum Generalsekretär des Deutschen Archäologischen Instituts ernannt und ist stellvertretender Direktor des deutsch-tunesischen Projektes in Chimtou, Tunesien. Seine Forschungsinteressen sind: spätantike Archäologie, besonders Fragen zu Archäologie und Identität, Archäologie des Migrationszeitalters und die Stadt Rom in der Spätantike, nordafrikanische Archäologie von der Eisenzeit bis zum Mittelalter sowie römischer Urbanismus.

Dorothée Sack

Dorothée Sack (Dr.-Ing., Karlsruhe 1982), Habilitation (Frankfurt a. M. 1994), ist Architektin und Bauhistorikerin. Sie ist seit 1973 tätig im Nahen Osten, vor allem in Syrien und Libanon, und hat an verschiedenen Universitäten gelehrt, wie zum Beispiel in Karlsruhe, Mainz, Bonn, Bamberg und Frankfurt a.M. Seit 1998 ist sie Professorin für Bauforschung am Institut für Architektur der Technischen Universität Berlin, wo sie den post-gradualen Studiengang “Denkmalpflege” entwickelte. Ihre Forschungsinteressen sind: spätantike und islamische Architektur und Stadtentwicklung, Stadtbaugeschichte und die Entwicklung der Siedlung Resafa in Syrien von der römischen/ spätantiken Ära bis zum 13. Jahrhundert. Sie ist Leiterin des Forschungsprojektes Resafa, pilgrimage city and caliphal residence.

Stephan G. Schmid

Stephan G. Schmid (Dr. phil., Basel 1996), Habilitation (Paris 2002), ist seit 2008 Professor für klassische Archäologie am Institut für Archäologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Davor war er von 2002-2008 Professor an der Université de Montpellier und stellvertretender Direktor der Swiss School of Archaeology in Griechenland. Seine Forschungsinteressen sind: Nabatäeische Archäologie, vor allem in und um Petra im südlichen Jordanien, die Archäologie des Eisens in der tyrrhenischen Region, Griechenland in der hellenistischen und römischen Ära, Höhensiedlungen in der Eisenzeit sowie das römische Zeitalter in Süd-Frankreich.

Brigitta Schütt

Nachdem Brigitta Schütt an den Universitäten Trier und Bonn physikalische Geographie lehrte, wurde sie 2002 als ordentliche Professorin an das Institut für Geographie der Freie Universität Berlin berufen. 2010 folgte die Ernennung zur Vizepräsidentin der Freien Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bodenerosion, jungquartäres Paläoklima, Paläohydrologie, Morphodynamik, Trockengebietsmorphologie und Watershed Management.

Ulrike Wulf-Rheidt

Ulrike Wulf-Rheidt (Dr.-Ing., Karlsruhe 1997), Prof. (Freie Universität Berlin 2009), ist Direktorin der Architektur-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts und Leiterin des Forschungsprojektes “The development of the Roman imperial palaces on the Palatine Hill in Rome and A new topographical map of Simitthus/Chimtou in Tunisia” mit einem Schwerpunkt auf hellenistische und römische Architektur, insbesondere Wohn- und Palastarchitektur sowie Stadtentwicklung.


Citation

Wiebke Bebermeier, Dennis Beck, Iris Gerlach, Torsten Klein, Daniel Knitter, Kay Kohlmeyer, Jan Krause, Dirce Marzoli, Julia Meister, Bernd Müller-Neuhof , Claudia Näser, Philipp von Rummel, Dorothée Sack, Stephan G. Schmid, Brigitta Schütt and Ulrike Wulf-Rheidt, "Ancient Colonization of Marginal Habitats. A Comparative Analysis of Case Studies from the Old World", in: Space and Knowledge. Topoi Research Group Articles, eTopoi. Journal for Ancient Studies, Special Volume 6 (2016), 1–44
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