Architectural Spolia and Urban Transformation in Rome from the Fourth to the Thirteenth Century

Patrizio Pensabene

Veröffentlicht in: Perspektiven der Spolienforschung 2
Jahr: 2017
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100245741
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1195
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Abstract

Dieser Artikel bietet eine Übersicht über den Einsatz von Spolien in Rom zwischen dem 4. und dem 13. Jahrhundert n. Chr. Er zeigt auf, wie mit dem Konstantinsbogen und der Basilica Lateranensis eine Tradition von Bedeutungsbezügen und Strategien der Spolienverwendung begründet wurde. Darüber hinaus behandelt der Artikel die offizielle Haltung hinsichtlich des Bewahrens antiker Bauwerke im monumentalen Zentrum Roms in der ersten Hälfte des 5. Jh. n. Chr., auch wenn davon auszugehen ist, dass die Umnutzung öffentlicher Gebäude erst im 6. Jh. n. Chr. zu einer gängigen Praxis wurde. Zwischen dem 6. und 8. Jh. n. Chr. entstanden im Umfeld der größeren Gebäuderuinen einzelne Siedlungsinseln in Rom. Später, in karolingischer Zeit erlangte die Stadt eine neue Geschlossenheit, und es wurden mehrere große Kirchenbauten errichtet. Diese Bauprojekte erforderten die systematische Spoliierung von Marmor. In der Zeit der Romantik wuchs die Stadt durch die Errichtung einer großen Basilika, für deren Bau Marmor in der Peripherie der antiken Stadt gesucht werden musste, sogar noch schneller an. Zu dieser Zeit existierte ein professionalisiertes Unternehmen für die Spoliierung und Umarbeitung antiker Werkstücke aus Marmor: die Werkstatt der Cosmaten.

Autoren

Patrizio Pensabene

Patrizio Pensabene ist seit 1991 Professor für klassische Archäologie an der La Sapienza University in Rom. Er leitete die Ausgrabungen des Tempels der Magna Mater in Rom und der mittelalterlichen Siedlung auf der Villa del Casale in Piazza Armerina. Er forschte zu Architektur und Marmordekorationen der römischen Zeit sowie zur Nutzung architektonischer Hinterlassenschaften in der Spätantike und dem Mittelalter. Er veröffentlichte Aufsätze zum Tempel von Saturn, Konstantinsbogen, den Janusbogen sowie Spolien in Süditalien und Sizilien und erst kürzlich zur Basilica S. Salvatore in Spoleto.


Citation

Patrizio Pensabene, "Architectural Spolia and Urban Transformation in Rome from the Fourth to the Thirteenth Century", in: Stefan Altekamp, Carmen Marcks-Jacobs and Peter Seiler (Eds.), Perspektiven der Spolienforschung 2. Zentren und Konjunkturen der Spoliierung, Berlin: Edition Topoi, 2017, 177–233
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