Configuring Mesopotamia

Regional Signifiers and the Many Locations of the ‘Land Between the Rivers’

Rune Rattenborg

Veröffentlicht in: Mapping Ancient Identities
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-55-9
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1491
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Abstract

Es mag überflüssig erscheinen, sich erneut mit der genauen Bedeutung des Begriffs ‚Mesopotamien‘ zu befassen. Die auf der Hand liegende Bedeutung der griechischen Wörter mésos (‚mitten‘, ‚zwischen‘) und potamós (‚Strom‘, ‚Fluss‘) verhindert meist eine nähere Beschäftigung mit dem Ursprung und der vermeintlich offensichtlichen heutigen Verwendung des Wortes ‚Mesopotamien‘. Doch regionale Begriffe sind nicht statisch. Sie werden nicht nur durch physische Grenzlinien definiert, sondern vielfältige Merkmale. Ich untersuche hier die wechselnden Bedeutungen des Begriffs ‚Mesopotamien‘ für das Einzugsgebiet von Euphrat und Tigris vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis heute und komme zu dem Ergebnis, dass die heutige Vorstellung von ‚Mesopotamien‘ in der Zeit des Ersten Weltkriegs entstanden ist und damit nur wenig zu tun hat mit neutralen Quellenhinweisen auf die ferne Vergangenheit.

Autoren

Rune Rattenborg

Rune Rattenborg, BA und MA in Altorientalistik in Kopenhagen 2012, ist Postdoc an der Universität Durham am Institut für Archäologie und zudem Verteter des Direktors im Islamic Jarash Project der Universität Kopenhagen. In seiner Forschung konzentriert er sich auf die quantitative Analyse der Mittleren Bronzezeit sowie politische Ökonomien im nördlichen Syrien und Irak durch die Integration von textlichen und archäologischen Quellen auf regionaler Basis. Außerdem interessiert er sich für die ontologische und theoretische Basis der Altorientalistik generell.


Citation

Rune Rattenborg, "Configuring Mesopotamia. Regional Signifiers and the Many Locations of the ‘Land Between the Rivers’", in: Susanne Grunwald, Kerstin P. Hofmann, Daniel A. Werning and Felix Wiedemann (Eds.), Mapping Ancient Identities. Methodisch-kritische Reflexionen zu Kartierungspraktiken , Berlin: Edition Topoi, 2018, 147–166
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