Der Karneval des Properz

Zur Objektepistemologie der augusteischen Dichtung

Jürgen Paul Schwindt

Veröffentlicht in: Objektepistemologien
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-59-12
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1450
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Abstract

Die objektepistemologische Untersuchung erweist sich im Umgang mit Texten der augusteischen Literatur als produktive Methode, unser Wissen über die (Selbst)Organisation komplexer Dichtungen zu erweitern. Sie ist geeignet, die traditionelle Sprach- und Stilbeobachtung in den größeren Horizont einer Theorie der Gegenständlichkeit zu rücken. Das erlaubt präzisere Aussagen zur Bestimmung des ‘Themas‘ wie des ‘Weltbezuges‘ der Dichtung. In zahlreichen Texten der Übergangszeit zwischen der römischen Republik und dem augusteischen Prinzipat sind es die Dinge, die die Erschütterung konventioneller Wahrnehmungs- und Urteilsweisen am zuverlässigsten bezeugen. So kann das erotisch-melancholische Kammerspiel des Properz zum Indikator eines epochalen Wandels werden.

Autoren

Jürgen Paul Schwindt

Jürgen Paul Schwindt ist Professor für Klassische Philologie (seit 2000) sowie Klassische und Moderne Literaturwissenschaft (seit 2014) an der Universität Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Theorie der Literatur und die Theorie der Philologie. Zahlreiche Untersuchungen zur Semiotik und Epistemologie der spätrepublikanischen und frühkaiserzeitlichen Literatur. Soeben erschienen: Thaumatographia. Zur Kritik der philologischen Vernunft (2016).


Citation

Jürgen Paul Schwindt, "Der Karneval des Properz. Zur Objektepistemologie der augusteischen Dichtung", in: Markus Hilgert, Henrike Simon and Kerstin P. Hofmann (Eds.), Objektepistemologien. Zur Vermessung eines transdisziplinären Forschungsraums, Berlin: Edition Topoi, 2018, 291–303
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