Der Oxos-Tempel. Räumliche Aspekte und Kultkontinuität im Spiegel der Votivpraxis

Gunvor Lindström

Veröffentlicht in: Raum, Gabe und Erinnerung
Jahr: 2016
DOI: 10.17171/3-38-13
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100241760
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/976
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Abstract

Der Oxostempel im heutigen Tadschikistan war eines der der bedeutendsten antiken Heiligtümer der Region. Der monumentale Lehmziegelbau wurde in hellenistischer Zeit errichtet und bestand bis zum Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr. fort. Der Oxostempel markiert einen Platz, der in mehrfacher Hinsicht durch landschaftliche Kontraste charakterisiert wird, eine topographische Situation die mit Lagen heiliger Orte auch in anderen Kulturräumen vergleichbar ist. Anhand der zahlreichen Deponierungen von Votiven aus dem Tempelinneren lassen sich sowohl lokale als auch griechische Einflüsse auf die Kultpraxis belegen. Es zeigt sich eine Kontinuität über mehrere Jahrhunderte. Dies betrifft einerseits die Vorliebe für Waffenweihungen, andererseits deutet die Thesaurierung und Deponierung in bestimmten Bereichen des Heiligtums auf die Tradierung von ritualpraktischem Wissen von Generation zu Generation durch das Kultpersonal.

Autoren

Gunvor Lindström

Gunvor Lindström, Dr. phil. (Berlin 2001), ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Eurasien-Abteilung des DAI. Sie leitet die Ausgrabungen in Torbulok, einem neu entdeckten Heiligtum hellenistischer Zeit, das wie der Oxos-Tempel in Tadschikistan liegt. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Hellenismus im Osten und antike griechische Heiligtümer.


Citation

Gunvor Lindström, "Der Oxos-Tempel. Räumliche Aspekte und Kultkontinuität im Spiegel der Votivpraxis", in: Svend Hansen, Daniel Neumann and Tilmann Vachta (Eds.), Raum, Gabe und Erinnerung. Weihgaben und Heiligtümer in prähistorischen und antiken Gesellschaften, Berlin: Edition Topoi, 2016, 281–310
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