Die ethnische Komponente im Aufbau der antiken Karte

Didier Marcotte

Veröffentlicht in: Mapping Ancient Identities
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-55-2
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1484
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Abstract

Der vorliegende Beitrag untersucht die Rolle der ethnischen Aufteilung in den Raumerfassungen von Eratosthenes bis Ptolemaios. Er stellt die ursprüngliche Beziehung zwischen dem Verfahren des antiken Periplus und dem Aufbau der Karte dar und zeigt, inwieweit die Art und Weise der ‚Stamm für Stamm‘ angelegten Küstenbeschreibung die Grundlagen der Kartographie geprägt hat. Anhand von theoretischen Überlegungen des Strabo wird in diesem Aufsatz auch ein gewisses Misstrauen des griechischen Geographen, bzw. Kartographen gegenüber den politischen Daten hervorgehoben. Eine solche Haltung, die sich bei Strabo durch den Gebrauch des Begriffskairos (‚Umstände’, ‚ständi­ger Wandel’) äußert, kann z. B. erklären, dass die augusteische Aufteilung Italiens in Provinzen einen geringen Einfluss auf die Kartographie der kaiserlichen Zeit geübt hat.

Autoren

Didier Marcotte

Prof. Dr. Didier Marcotte, Professor für Griechische Literatur (Hellenismus und Römische Kaiserzeit) an der Sorbonne, Paris (CNRS UMR 8167 Orient et Méditerranée). Studium der Klassischen Philologie, Papyrologie und Iranistik in Liège und Paris. 1999 Habilitation in Paris (Sorbonne), 2011 Senior Fellow am Institut Universitaire de France, 2014 und 2015 Senior Fellow in Berlin am Exzellenzcluster Topoi, Forschungsgruppe C-5. Chefkoordinator der Serie Géographes grecs (Verlag Les Belles Lettres). 2010–2013 Projektleiter des internationalen Forschungsnetzwerkes Mediterranean Societies and the Indian Ocean (MeDlan, http://median.hypotheses.org).


Citation

Didier Marcotte, "Die ethnische Komponente im Aufbau der antiken Karte", in: Susanne Grunwald, Kerstin P. Hofmann, Daniel A. Werning and Felix Wiedemann (Eds.), Mapping Ancient Identities. Methodisch-kritische Reflexionen zu Kartierungspraktiken , Berlin: Edition Topoi, 2018, 27–35
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