Dinge zwischen Menschen und Göttern. Zu Deutungsansätzen für Dedikationspraktiken in frühen griechischen Heiligtümern

Susanne Bocher

Veröffentlicht in: Raum, Gabe und Erinnerung
Jahr: 2016
DOI: 10.17171/3-38-12
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100241758
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/975
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Abstract

Interaktionen zwischen Mensch und Gottheit sind durch abstrakte und materielle Elemente performativer Akte geprägt. Während die abstrakten Elemente ohne schriftliche Fixierung der Vergessenheit anheimfallen, können materielle Überreste ritueller Handlungen im archäologischen Kontext unter Umständen die Zeiten überdauern. Auch in der Kultausübung im antiken Griechenland finden sich beide Elemente wieder. Anhand der historischen und archäologischen Quellenlage werden im Folgenden einige Zusammenhänge zwischen Dedikant, Weihgabe und Gottheit veranschaulicht bzw. rekonstruiert. Dabei werden verschiedene Thesen und Überlegungen zum ‚Gabentausch‘ bzw. der ‚Opfergabe‘ thematisiert. Als Bezugspunkt dient das Heiligtum von Olympia in Westgriechenland mit seinen qualitativ und quantitativ herausragenden Weihgabenfunden. Die Fundgruppe der Stirnbänder aus Bronzeblech wird hierfür exemplarisch für die Behandlung von Votiven im Rahmen ritueller Handlungen untersucht.

Autoren

Susanne Bocher

Susanne Bocher studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Geologie an der Universität Tübingen. Sie ist Mitarbeiterin der Olympia-Grabung des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Athen und promovierte an der Universität Heidelberg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Metallfunde; Ritual und Kult in griechischen Heiligtümern.


Citation

Susanne Bocher, "Dinge zwischen Menschen und Göttern. Zu Deutungsansätzen für Dedikationspraktiken in frühen griechischen Heiligtümern", in: Svend Hansen, Daniel Neumann and Tilmann Vachta (Eds.), Raum, Gabe und Erinnerung. Weihgaben und Heiligtümer in prähistorischen und antiken Gesellschaften, Berlin: Edition Topoi, 2016, 265–279
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