Fuzzy Borders

Friederike Fless, Stefan Esders

Veröffentlicht in: Reports of the Research Groups at the Topoi Plenary Session 2010
Jahr: 2011
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/294
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Abstract

Die Forschergruppe “Fuzzy Borders” untersucht die unterschiedlichen Qualitäten antiker Grenzen und Begrenzungen sowie die in der räumlichen Gestaltung der Grenzen wirksam werdenden Wissensbestände. Der Fokus liegt dabei primär auf dem Phänomen von Grenzräumen bzw. nicht klar definierten, unscharfen Grenzziehungen, die jedoch erst vor dem Hintergrund konkreter Begrenzungsformen sichtbar und beschreibbar werden. Die Forschergruppe setzt sich daher aus zwei Projektgruppen zusammen, von denen sich die eine mit den Formationen und linearen Definitionen von Grenzen, z. B. in Form von Stadtmauern, und die andere mit deren Auflösung und mit Grenzräumen auseinandersetzt. Der Gruppe assoziiert ist durch Silke Müth und Peter Schneider das DFG-Nachwuchsnetzwerk “Fokus Fortifikation”, das sich mit Stadtmauern und Befestigungen im östlichen Mittelmeerraum beschäftigt. Eingebunden in die Research Area B (“Mechanisms of Control and Social Spaces”) soll das Projekt eine Grundlage für das Verständnis der Organisation gesellschaftlicher Gruppen oder von Staaten über ihre äußere Grenze liefern. Letztlich interessiert uns auch, wann man auf eine Definition über äußere Grenzen verzichtet und Staaten z. B. von Zentren aus organisiert werden, wobei der “Rand” des Territoriums undefiniert bleibt. Aufbauend auf archäologischem Befund und schriftlicher Quellenüberlieferung werden dabei ebenso grenzüberschreitende soziale Beziehungen untersucht, deren Bedeutung für den Wissenstransfer derzeit die Diskussion innerhalb der Forschergruppe bestimmt.

Autoren

Friederike Fless

Friederike Fless ist Professorin für Klassische Archäologie an der Freien Universität Berlin. Seit 2011 ist sie Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts. In ihrer Forschungsarbeit beschäftigt sie sich mit der Formation und Transformation römischer Grenzen.

Stefan Esders

Stefan Esders ist Professor für die Geschichte der Antike und des Mittelalters am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte befassen sich mit Kontinuität, Wandel und Akkulturation in der Transformation von der Antike zum Mittelalter, Religion und ihr Stellenwert in der politischen Identitätsbildung in der Spätantike und im Mittelalter sowie mit der feudalen Gesellschaft und den Familienstrukturen im mittelalterlichen Europa.


Citation

Friederike Fless and Stefan Esders, "Fuzzy Borders", in: Reports of the Research Groups at the Topoi Plenary Session 2010, eTopoi. Journal for Ancient Studies, Special Volume 1 (2011), 1–15
BibTeX
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