Geographisch-archäologische Methoden und Konzepte der Identitätskonstruktion

Oliver Nakoinz

Veröffentlicht in: Mapping Ancient Identities
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-55-13
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1495
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Abstract

Dieser Beitrag thematisiert die räumlichen Aspekte von Identität und Kultur. Identität und Kultur sind zwei Konzepte, die der Begriff der Interaktion verbindet. Das objektivistische Konzept der Kultur erweist sich als Wirkung von Interaktion, während das subjektivistische Konzept der Identität als intendierte Interaktion angesehen werden kann. Kultur in diesem Sinne kann mit formalen quantitativen Analysenuntersucht werden, während kollektive Identitäten weiteren Erkenntnis­grenzen unterliegen. Zwei Fallstudien zur älteren Eisenzeit in Südwestdeutschland illustrieren das vorgestellte Konzept. Zudem werden zwei komplementäre Konzepte angesprochen, die andere Gesichtspunkte beleuchten und die Forderung nach einem integrativen Paradigma unterstreichen.

Autoren

Oliver Nakoinz

Oliver Nakoinz promovierte 2004 zum Thema “Studien zur räumlichen Abgrenzung und Strukturierung der älteren Hunsrück-Eifel-Kultur”. Danach war er bis 2008 im Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg angestellt. Am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel forschte er von 2008 bis 2010 im Projekt “Siedlungshierarchien und kulturelle Räume” des DFG SPP 1171. Nach einer Anstellung im Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein wurde er 2011 Senior Fellow am Exzellenzcluster Topoi. Seit 2012 ist er Post-doctoral Fellow an der Kieler Graduiertenschule “Human developement in landscape”. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen  quantitative Archäologie, Modell in der Archäologie, archäologische Theorie, Eisenzeit, Zentrale Orte Theorie, Kulturtheorie, Räumliche Analysen, Landschaftsarchäologie, Interaktionsmodelle, Diffusion, Kommunikation und Transport, Netzwerkanalyse, Schiffsarchäologie, Unterwasserarchäologie und maritime Landschaften.


Citation

Oliver Nakoinz, "Geographisch-archäologische Methoden und Konzepte der Identitätskonstruktion", in: Susanne Grunwald, Kerstin P. Hofmann, Daniel A. Werning and Felix Wiedemann (Eds.), Mapping Ancient Identities. Methodisch-kritische Reflexionen zu Kartierungspraktiken , Berlin: Edition Topoi, 2018, 243–260
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