Götter – Herrscher – Amtsinhaber

Beispiele zu Genealogie als Denkform im Alten Ägypten

Susanne Bickel, Hans-Hubertus Münch

Veröffentlicht in: Genealogie und Migrationsmythen im antiken Mittelmeerraum und auf der arabischen Halbinsel
Jahr: 2014
DOI: 10.17171/3-29-9
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100213669
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/725
  • Views 1628
  • Downloads 794
  • dEbook 688

Abstract

Im Verlauf der altägyptischen Geschichte war Genealogie ein wichtiges Mittel, um die Vergangenheit zu strukturieren und zu bewerten. Königliche Genealogien dienten als Instrument der Zeitmessung und ermöglichten es, Könige als Nachfahren der Götter darzustellen. Durch ihren selektiven und normativen Charakter waren königliche Genealogien dazu geeignet, die kollektive Erinnerung und das historische Wissen zu konstruieren. Dies fand vor allem im Tempelbereich und bei öffentlichen Feiern der Ramessiden-Zeit statt. Vergleichbare Herrscherfolgen wurden in den privaten Grabbereich übernommen, um das Fortleben des Verstorbenen im Jenseits sicherzustellen. Längere private Genealogien sind allerdings erst seit dem 1. Jahrtausend v. Chr. belegt. Königliche wie private Genealogien dienten dem Zweck der Legitimation.

Autoren

Susanne Bickel

Susanne Bickel, Jahrgang 1960, Dr. ès Lettres (Genf 1993) ist Professorin für Ägyptologie an der Universität Basel. Arbeitsschwerpunkte: altägyptische Kultur- und Religionsgeschichte, Archäologie (Tempel von Karnak, Tal der Könige).

Hans-Hubertus Münch

Hans-Hubertus Münch, Jahrgang 1969, Dr. phil. (Oxford 2010), ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Ägyptologie der Universität Basel. Arbeitsschwerpunkte: Historische Gruppen- und Sozialstruktur, Erinnerungskultur und Alltagsleben.


Citation

Susanne Bickel and Hans-Hubertus Münch, "Götter – Herrscher – Amtsinhaber. Beispiele zu Genealogie als Denkform im Alten Ägypten", in: Almut-Barbara Renger and Isabel Toral-Niehoff (Eds.), Genealogie und Migrationsmythen im antiken Mittelmeerraum und auf der arabischen Halbinsel, Berlin: Edition Topoi, 2014, 177–202
BibTeX
@incollection{Münch2014,
  author = {Susanne Bickel and Hans-Hubertus Münch},
  title = {Götter – Herrscher – Amtsinhaber},
  subtitle = {Beispiele zu Genealogie als Denkform im Alten Ägypten},
  pages = {177-202},
  editor = {Almut-Barbara Renger and Isabel Toral-Niehoff},
  booktitle = {Genealogie und Migrationsmythen im antiken Mittelmeerraum und auf der arabischen Halbinsel},
  series = {Berlin Studies of the Ancient World},
  number = {29},
  date = {2014},
  publisher = {Edition Topoi},
  location = {Berlin},
  keywords = { "Ägypten", "Denkform", "Genealogie", "Identität", "Legitimation", "Pharao", "Wissen"},
  url = {http://edition-topoi.org/articles/details/725},
  urldate = {2019-09-23},
  doi = {10.17171/3-29-9},
  urn = {urn:nbn:de:kobv:11-100213669},
}