Innovation and Inertia: Questioning Paradigms of Consumerist Object Fetishism

Hans Peter Hahn

Veröffentlicht in: The Interplay of People and Technologies
Jahr: 2017
DOI: 10.17171/3-43-3
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:188-fudocsdocument000000025955-6
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1212
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Abstract

Konsumgesellschaften setzen Innovation in einen Rahmen, der das Neue essenzialisiert. Das angenommene Bedürfnis an innovativen Technologien, Lebensstilen und Mode basiert auf einer verinnerlichten Umkehrung des Verhältnisses zwischen ‘Bedürfnis‘ und ‘Verlangen’. Primäre Bedürfnisse werden durch den Wunsch nach dem Neuen ersetzt. Implizite Annahmen über Verbraucherselbstverständnis beziehen sich auf ihr Interesse am Neuen und ihre Bereitschaft, über Neuheiten unterrichtet zu sein. Allerdings zeigen Ethnographien die Bedeutung des adäquaten Alltagsumgangs mit Innovationen. Die Bereitschaft, ‘neue Dinge zu lernen’, ist begrenzt. Innovation hängt weniger vom Grad der Neuheit als vom Kontext ab, in dem sie auftritt.

Autoren

Hans Peter Hahn

Hans Peter Hahn ist Professor für Anthropologie mit Schwerpunkt Afrika an der Goethe-Universität Frankfurt. Er forscht zu materieller Kultur, Konsum und den Auswirkungen der Globalisierung auf nicht-westliche Gesellschaften. Hahn ist Sprecher des Graduiertenkollegs Wert und Äquivalent an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine jüngsten Publikationen handeln unter anderen Vom Eigensinn der Dinge. Für eine neue Perspektive auf die Welt des Materiellen(2015), von Marcel Mauss – Schriften zum Geld (2015) und von Ethnologie und Weltkulturenmuseum. Positionen für eine offene Weltsicht (2017).


Citation

Hans Peter Hahn, "Innovation and Inertia: Questioning Paradigms of Consumerist Object Fetishism", in: Stefan Burmeister and Reinhard Bernbeck (Eds.), The Interplay of People and Technologies. Archaeological Case Studies on Innovation, Berlin: Edition Topoi, 2017, 43–60
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