Kiepert’s Maps after Robinson and Smith: Revolution in Re-Identifying the Holy Land in the Nineteenth Century

Haim Goren, Bruno Schelhaas

Veröffentlicht in: Mapping Ancient Identities
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-55-8
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1490
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Abstract

In der langen Tradition der Palästinaforschung war die ‚Wiederentdeckung‘ des Heiligen Landes von großer Bedeutung. Sie führte zu einem detaillierten Studium aller verfügbaren Quellen, allen voran die Heilige Schrift. 1838 unternahm der aus den USA stammende Theologe Edward Robinson in Begleitung des Missionars Eli Smith eine Reise durch das Heilige Land. Ihre Vorreiterrolle in der Erforschung des Heiligen Landes und die ausführliche Rekonstruktion der Bibel als historisch-geographische Quelle wurden von ihren Zeitgenossen anerkannt und stellten einen Meilenstein auf dem Weg der Palästinaforschung zur akademischen Disziplin dar. Ergebnis der Reise war ein umfas­sendes dreibändiges Werk, das mehrere Karten des jungen Kartographen Heinrich Kiepert enthielt. Mit diesen Karten wurde ein neues Narrativ im historisch-geographischen Diskurs eingeführt, das zu einer neuen Identitätskonstruktion des Heiligen Landes führte.

Autoren

Haim Goren

Haim Goren ist Historiker und Geograph. Seinen B.A. erhielt er an der Universität Haifa, M.A. und Dr.-Titel an der Hebrew University in Jerusalem. Bis vor kurzem war er Vize-Präsident für akademische Angelegenheiten des Tel-Hai College, Israel, jetzt ist er verantwortlich für das neue M.A.-Programm für Galiläa-Studien. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die Pilger- und Reiseliteratur im Heiligen Land, europäische Aktivitäten im osmanischen Palästina und im Nahen Osten sowie die Geschichte der modernen wissenschaftlichen Erforschung dieser Regionen, gegenwärtig mit dem Fokus auf historische Geographie und Kartographie.

Bruno Schelhaas

Bruno Schelhaas ist Direktor des Archivs für Geografie am Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig. Er studierte Geographie an den Universitäten Münster und Halle-Wittenberg und erlangte den Doktorgrad an der Universität Leipzig (2004) mit einer Dissertation zur Geschichte der Geographie in der DDR. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Geographie und der Kartografie, historische Geographie, Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte und Archivkunde. Zusammen mit Haim Goren ist er Principal Investigator des deutsch-israelischen Projekts Robinson, van de Velde, and German Holy Land Cartography in the mid-19th Century.


Citation

Haim Goren and Bruno Schelhaas, "Kiepert’s Maps after Robinson and Smith: Revolution in Re-Identifying the Holy Land in the Nineteenth Century", in: Susanne Grunwald, Kerstin P. Hofmann, Daniel A. Werning and Felix Wiedemann (Eds.), Mapping Ancient Identities. Methodisch-kritische Reflexionen zu Kartierungspraktiken , Berlin: Edition Topoi, 2018, 135–146
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