Licht und Seelenleib

Künstlerisches Forschen im Rahmen dreier Installationen für den Workshop Vom Seelengefährt zum Glorienleib

Lena Gätjens, Bettina Bohle

Veröffentlicht in: Vom Seelengefährt zum Glorienleib
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-57-12
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1463
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Abstract

Wenn Licht auf einen Gegenstand trifft, hängt es von der Beschaffenheit des Gegenstands ab, wie sich das Licht verhält, ob es sich bricht, reflektiert wird oder durch den Gegenstand hindurchgeht. In philosophischen Zusammenhängen wird die Wirkweise des Lichts häufig in metaphorischer Weise dafür herangezogen, Erkenntnisprozesse zu beschreiben. Antike und neuzeitliche Vorstellungen davon, wie Seele und Körper zusammenhängen, bei denen es u. a. darum geht, wie Erkennen und Wahrnehmen zusammenhängen, nehmen häufig Analogie und Bilder der Wirkweise von Licht auf. Die Thematik der Beschaffenheit von Licht, wie sie in den Installationen verarbeitet wurde, sollte ein anderes Nachdenken über die Rolle des Seelenleibs, der zwischen Materialität und Immaterialität steht, anregen und ermöglichen. Der Prozess der Auseinandersetzung mit der Thematik von Seelen-leib und Lichttheorien in der Antike, der in der Vorbereitung der Installationen geleistet wurde, wie auch die Installationen selbst sind dabei Beispiele für künstlerisches Forschen.

Autoren

Lena Gätjens

Lena Gätjens studierte Bühnengestaltung in Graz und Architectural Lighting Design an der Hochschule Wismar. Sie ist als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin am Theater, beim Film und in freien Produktionen tätig. Das Potential des Lichts Raum, Wahrnehmung und zu gestalten führt ihre Auseinandersetzung mit dem Bühnenraum fort. Seit 2013 arbeitet sie als vorranging als multidisziplinäre Künstlerin mit Fokus auf Licht und (öffentlichen) Raum. Licht zu beobachten und es als Werkzeug, Ausdrucksträger und erzählerisches Mittel zu verwenden verfolgt Lena Gätjens in ihren Illustrationen und Installationen. Sie arbeitet allein oder mit Kollektiven wie 333 (Kunst im öffentlichen Raum/Kunst am Bau), plus ou moins cirque productions (Performance) und horstjensolé (Intervention im öffentlichen Raum).

Bettina Bohle

Bettina Bohle studierte Musik, Musikwissenschaft, Gräzistik und Philosophie in Glasgow, Greifwald, Padua und London und wurde 2014 an der FU Berlin mit einer Arbeit zum neuplatonischen Kommentar des Olympiodor zu Platons Gorgias promoviert. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem DFG-Projekt an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitet zur Theorie literarischer Gattungen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Literaturtheorie und Ästhetik sowie neuplatonische Ethik und Bildungstheorie


Citation

Lena Gätjens and Bettina Bohle, "Licht und Seelenleib. Künstlerisches Forschen im Rahmen dreier Installationen für den Workshop Vom Seelengefährt zum Glorienleib", in: Verena Olejniczak Lobsien, Bernd Roling, Lutz Bergemann and Bettina Bohle (Eds.), Vom Seelengefährt zum Glorienleib. Formen aitherischer Leiblichkeit, Berlin: Edition Topoi, 2018, 319–337
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