Metaphern – Punkte – Linien. Zur sprachlichen und kartographischen Semantik ur- und frühgeschichtlicher Wanderungsnarrative bei Gustaf Kossinna

Susanne Grunwald

Veröffentlicht in: Vom Wandern der Völker. Migrationserzählungen in den Altertumswissenschaften
Jahr: 2017
DOI: 10.17171/3-41-10
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:188-fudocsdocument000000027437-0
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1246
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Abstract

Im vorliegenden Beitrag werden Gustaf Kossinnas Darstellungen prähistorischer Wanderungen vor dem Hintergrund der kartographischen Traditionen und der völkischen Publizistik in der deutschen Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie diskutiert. Ab 1910 veröffentlichte Kossinna Karten, auf denen er die Verbreitung archäologischer Funde als gegen einander abgrenzbare Wolken verschiedener Signaturen zeigte. Erst ab den 1920er Jahren markierte er auf Karten Grenzverläufe archäologischer Phänomene und stellte so die von ihm postulierten prähistorischen Kulturprovinzen dar. Indem er dafür mehrere datierbare Grenzverläufe gemeinsam kartierte, visualisierte er schließlich die Wanderungsbewegungen und Besiedlungsabfolgen, die er bis dahin nur verbalisiert hatte.

Autoren

Susanne Grunwald

Susanne Grunwald, Dr. des. phil. (Leipzig 2012), studierte Prähistorische Archäologie, Alte Geschichte und Mittelalterliche Geschichte in Jena und Leipzig. Zwischen 2005 bis 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Die Burgwallforschung in Sachsen und Ostmitteleuropa von 1927 bis 1995. Zielsetzungen und Methoden der Archäologie im 20. Jahrhundert“ am Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte in Leipzig. Als Stipendiatin der RGK des DAI forschte sie 2017/2018 zur Nachkriegs­archäologie in Deutschland, seit 2018 ist sie Mitarbeiterin am DAI in Berlin. Ihre derzeitigen For­schungs­schwerpunkte sind Geschichte der Archäologie und Denkmalpflege, Ausstellungs­geschichte und archäologische Kartographie in Deutschland und Zentraleuropa.


Citation

Susanne Grunwald, "Metaphern – Punkte – Linien. Zur sprachlichen und kartographischen Semantik ur- und frühgeschichtlicher Wanderungsnarrative bei Gustaf Kossinna", in: Felix Wiedemann, Kerstin P. Hofmann and Hans-Joachim Gehrke (Eds.), Vom Wandern der Völker. Migrationserzählungen in den Altertumswissenschaften, Berlin: Edition Topoi, 2017, 285–323
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