Pulcherrima Spolia in the Architecture and Urban Space at Tripoli

Simonetta Ciranna

Veröffentlicht in: Perspektiven der Spolienforschung 2
Jahr: 2017
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100245711
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1192
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Abstract

Die im Beitrag vorgestellten Beispiele belegen eine intensive Verwendung römischer Spolien zur Zeit der frühosmanischen Herrschaft über Tripolis. Während dieser Epoche kam es aus den unterschiedlichsten Gründen zu einer Weiterentwicklung des Stadtbildes. Der Beitrag befasst sich weniger mit der Verwendung von Spolien als Baumaterial in den wichtigsten islamischen Bauten (Moscheen) als vielmehr mit dem Einsatz von Spolien zum Zweck der Bewahrung und dauerhaften Sichtbarmachung der auf die römische Zeit zurückgehenden Stadtstrukturen. Ein besonders aufschlussreiches Beispiel ist das Tetrapylon des Marc Aurel im römischen Tripolis (Oea) und dessen architektonisches/städtebauliches „Zitat“ in Gestalt der Kreuzung von Arbaʾ Arsat, die im arabischen und osmanischen Tarabulus als die „Vier Säulen“ bezeichnet wurde – offensichtlich ein formales und funktionales Abbild des römischen Vorbildes. Auch wenn die Anlage auf die Zeit vor der türkischen Herrschaft zurückgeht, gewann sie in frühosmanischer Zeit deutlich an Symbolkraft.

Autoren

Simonetta Ciranna

Simonetta Ciranna ist Architektin und Professorin für Architekturgeschichte an der University of L’Aquila (Italien). Ihre Forschungsinteressen sind unter anderem Spolienforschung sowie Stadtarchitektur im 19. Jahrhundert.


Citation

Simonetta Ciranna, "Pulcherrima Spolia in the Architecture and Urban Space at Tripoli", in: Stefan Altekamp, Carmen Marcks-Jacobs and Peter Seiler (Eds.), Perspektiven der Spolienforschung 2. Zentren und Konjunkturen der Spoliierung, Berlin: Edition Topoi, 2017, 67–93
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