Raumwissen und Wissensräume. Vielfältige Figurationen eines weiten Forschungsfeldes für die Altertumswissenschaften

Kerstin P. Hofmann, Stefan Schreiber

Veröffentlicht in: Raumwissen und Wissensräume
Jahr: 2015
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/855
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Abstract

Ausgehend von der Neuperspektivierung von Raum und Wissen werden die Beziehungen zwischen Raum und Wissen beleuchtet. Hierfür wird auf den spatial turn sowie die vermeintliche Entterritorialisierung durch die Globalisierung und die praxisgeleiteten Konzeptionierung von Wissen durch die science studies eingegangen. Raum und Wissen werden dabei nicht primär als Zustand, sondern als sich gegenseitig beeinflussende Prozesse betrachtet, deren vielfältige Figurationen im Sinne von travelling concepts für die Altertumswissenschaften fruchtbar gemacht werden sollen. Im Vordergrund des Interesses stehen demnach die Produktion bzw. Genese und Transformation von Raumwissen und Wissensräumen. Zugleich werden in der Einleitung zum Tagungsband dessen zentrale Ideen, Konzepte und Fragestellungen skizziert. Die Vorstellung der neun Beiträge erfolgt thematisch gruppiert und fokussiert dabei auf 1) die Verschränkungen von Raum und Wissen, 2) die diskursiven Aushandlungen von Raumwissen sowie 3) Wissensräume als Forschungsgegenstand und Strategie zum einen im Altertum, zum anderen in der Wissenschaft und ihrer Vermittlungspraxis.

Autoren

Kerstin P. Hofmann

Kerstin P. Hofmann ist Prähistorische Archäologin und Zweite Direktorin der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt a. M. Zuvor war sie als Auslandsstipendiatin des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom und arbeitete dann als Koordinatorin der Cross Sectional Group V “Space and Collective Identities”, später als Nachwuchsgruppenleiterin des Key Topic Identities beim Exzellenzcluster Topoi. Ihre Forschungsschwerpunkte sind kultureller Wandel, Identitäten und Mensch-Ding-Beziehungen in den Metallzeiten sowie der Frühgeschichte Europas.

Stefan Schreiber

Stefan Schreiber studierte Ur- und Frühgeschichte, Mittelalterliche Geschichte und Ältere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Magisterarbeit schrieb er über ‘Kulturelle Aneignungen’ als Strategien des Umgangs mit Dingen. Derzeit promoviert er an der Berlin Graduate School of Ancient Studies an der Freien Universität Berlin im Exzellenzcluster 264 Topoi. In seiner Dissertation, “Wenn Dinge wandern: Überlegungen zum Charakter ‘römischen Imports’ im ‘mitteldeutschen Barbaricum’ im 1.–5. Jh. u. Z.” verbindet er Ansätze der Archäologie, material culture studies und anthropologischen Globalisierungsforschung.

 

­Stefan Schreiber schloss sein Studium der Ur- und Frühgeschichte, Mittelaltergeschichte und Älteren Deutschen Sprache und Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin ab. Anschließend promovierte er an der Freien Universität Berlin als Stipendiat des Exzellenzclusters Topoi.

Die vorliegende Dissertation reichte er 2016 im Promotionsstudiengang Material Cultures and Object Studies der Berlin Graduate School of Ancient Studies (BerGSAS) ein. Seit 2016 forscht er an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Projekt “Bedeutungen und Funktionen mediterraner Importe im früheisenzeitlichen Mitteleuropa (BEFIM)” und war bei Topoi als Sprecher der Forschungsgruppe Key Topic Identities tätig. Aktuell ist er im Projekt “Die Beiläufigkeit der Dinge als kulturelle Stabilisierung” bei Topoi tätig.

Zu seinen Interessen zählen archäologische und anthropologische Theorien, die materielle Kultur, Gendertheorie, Kulturkontakte und Agency-Theorien vom konstruktivistischen, postkolonialen und posthumanistischen Standpunkt.


Citation

Kerstin P. Hofmann and Stefan Schreiber, "Raumwissen und Wissensräume. Vielfältige Figurationen eines weiten Forschungsfeldes für die Altertumswissenschaften", in: Raumwissen und Wissensräume. Beiträge des interdisziplinären Theorie-Workshops für Nachwuchswissenschaftler/innen, eTopoi. Journal for Ancient Studies, Special Volume 5 (2015), 9–38
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