Spatial Metaphor in the Pauline Epistles

Markus Egg

Veröffentlicht in: Spatial Metaphors. Ancient Texts and Transformations
Jahr: 2016
DOI: 10.17171/3-39-7
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100240872
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/984
  • Views 497
  • Downloads 341
  • dEbook 361

Abstract

Dieser Beitrag analysiert räumliche Metaphern in den Paulusbriefen im Rahmen der kognitiven Metapherntheorie Lakoffs und Johnsons. Diese Theorie modelliert Metaphern als Zugriff auf einen komplexeren Sinnbereich (‚Zieldomäne‘), indem man die Struktur eines einfacheren Sinnbereichs (‚Quelldomäne‘) auf die Zieldomäne abbildet. Paulus’ Metaphern sind innovativ, doch ihr Hauptmerkmal ist Verfremdung, die eine neue Perspektive auf vertraute Phänomene eröffnet. Für Metaphern bedeutet dies, dass ihre Grenzen hervorgehoben werden. Aber wenn Metaphern ein komplexes Konzept zugänglicher machen, erscheint Verfremdung für die didaktischen und ermahnenden Briefe unpassend. Zudem sind die Themen des Paulus neuartig und bedürfen keiner Verfremdung, um Vertrautheit zu überwinden. Ich führe Paulus’ Motivation für die Verwendung verfremdender Metaphern auf die Neuartigkeit seiner Gedanken zurück. Um diese ausdrücken zu können, musste er Metaphern verwenden, die nicht vollkommen präzise sind. Daher verfremdete er diese, um ihre Beschränkungen aufzuzeigen und davor zu warnen, sie zu weit zu treiben. Folglich kann Verfremdung nicht nur zur Aufhebung von Vertrautheit eingesetzt werden.

Autoren

Markus Egg

Markus Egg, Dr. phil. (Konstanz 1993), Habilitation (Saarbrücken 2001), ist Professor für Anglistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Semantik und ihre Schnittstelle mit der Syntax und Pragmatik, wobei er besonders an der Entwicklung einer theoretischen Basis und ihrer Implementierung durch computerlinguistische Methoden arbeitet. Darüber hinaus interessiert er sich für die literarische Analyse literarischer Texte.


Citation

Markus Egg, "Spatial Metaphor in the Pauline Epistles", in: Fabian Horn and Cilliers Breytenbach (Eds.), Spatial Metaphors. Ancient Texts and Transformations, Berlin: Edition Topoi, 2016, 103–126
BibTeX
@incollection{Egg2016,
  author = {Markus Egg},
  title = {Spatial Metaphor in the Pauline Epistles},
  pages = {103-126},
  editor = {Fabian Horn and Cilliers Breytenbach},
  booktitle = {Spatial Metaphors. Ancient Texts and Transformations},
  series = {Berlin Studies of the Ancient World},
  number = {39},
  date = {2016},
  publisher = {Edition Topoi},
  location = {Berlin},
  keywords = { "kognitive Metapherntheorie", "poetische Metapher", "Raummetapher", "Verfremdung"},
  url = {http://edition-topoi.org/articles/details/984},
  urldate = {2019-06-19},
  doi = {10.17171/3-39-7},
  urn = {urn:nbn:de:kobv:11-100240872},
}