The Epistemological Dynamics of Early Writing: Spatiality and Perception

Jochen Brüning, Hagan Brunke, Eva Cancik-Kirschbaum, J. Cale Johnson

Veröffentlicht in: Reports of the Research Groups at the Topoi Plenary Session 2010
Jahr: 2011
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/299
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Abstract

Ausgehend vom Begriff der Kulturtechnik(en) zielt die Arbeit der Forschergruppe darauf ab, einerseits ein Verständnis von den Bedingungen zu gewinnen, welche überhaupt die Beschreibung und Abbildung von Räumlichkeit in anderen medialen Zuständen (geometrisch, algebraisch, verbalisiert sowie als Zeichnung, Modell und “Diagramm”) ermöglichen, und andererseits die Rolle des fixierenden Mediums (hier Schriftlichkeit) bei diesen Prozessen zu analysieren. Mit Blick auf die Fragestellung der Forscher- gruppe D-III (Spatial Models and Spatial Thinking) und im weiteren Sinne von Area D (Theory and Science) sollen an konkreten Fallstudien zur frühesten Schriftlichkeit sowohl die Interdependenz von Materialität und Gegenstand als auch die Einflussnahme der Schriftlichkeit auf die Ausprägung und Entwicklung des analytischen Denkens und der systematischen Erkenntnisgewinnung beschrieben werden. Den materialen Schwerpunkt bildet die Dokumentation der Keilschriftkulturen Altvorderasiens.

Autoren

Jochen Brüning

Jochen Brüning ist Professor für Mathematik an der Humboldt-Universität zu Berlin und geschäftsführender Direktor des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik. Neben der Mathematik forscht er zu Fragen der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte.

Hagan Brunke

Hagan Brunke studierte Physik, Mathematik und Assyriologie mit dem Nebenfach Ägyptologie. Er war an den Instituten für Mathematik und Altorientalistik an der LMU München, der FU Berlin und der HU zu Berlin tätig und arbeitete als Projektleiter in der Anwendungsentwicklung. Seine Forschungsschwerpunkte sind neusumerische Verwaltungstexte und Mesopotamische Mathematik.

Eva Cancik-Kirschbaum

Eva Cancik-Kirschbaum ist Professorin für Assyriologie an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen assyrische Sprache, Geschichte und Kultur sowie die Edition von Keilschrifttexten, die ökonomische, soziale und politische Geschichte des altertümlichen Mesopotamiens und angrenzender Regionen. Darüber hinaus forscht sie zur Zeitwahrnehmung antiker Kulturen und über die Wirkungsgeschichte antiker Zivilisationen des Nahen Ostens und besonders ihre Wissenschaftsgeschichte.

J. Cale Johnson

J. Cale Johnson promovierte an der University of California in Assyriologie. Seine Forschungsschwerpunkte bei Topoi richteten sich auf die Frühgeschichte der Schrift sowie mittelassyrische Verwaltung und Kalenersysteme. Er  beschaftigte sich darüber hinaus mit der Rekonstruktion von mesopotamischen Therapiekompendien und komparativen Studien der antiken Medizin.


Citation

Jochen Brüning, Hagan Brunke, Eva Cancik-Kirschbaum and J. Cale Johnson, "The Epistemological Dynamics of Early Writing: Spatiality and Perception", in: Reports of the Research Groups at the Topoi Plenary Session 2010, eTopoi. Journal for Ancient Studies, Special Volume 1 (2011), 1–10
BibTeX
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  urldate = {2019-12-06},
  doi = {10.17171/5-1-16},
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