Thesaurierungsprozesse bronzezeitlicher Hortfunde anhand ihrer Kompositionselemente

Tilmann Vachta

Veröffentlicht in: Raum, Gabe und Erinnerung
Jahr: 2016
DOI: 10.17171/3-38-6
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100241682
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/969
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Abstract

Im ersten Teil des Aufsatzes werden anhand der jungbronzezeitlichen Horte in Böhmen Grundstrukturen der Depotkomposition aufgezeigt: Ganz unterschiedliche Hortmodelle basieren auf der Hortbronzentrias Beil-Sichel-Armring. Diese Modelle werden aufgrund ihrer langfristigen Wirksamkeit als Teil des kulturellen Gedächtnisses beschrieben. Anschließend wird anhand einer Inhaltsanalyse des Hortes von Rydec in Nordböhmen gezeigt werden, dass es sich bei den sogenannten Brucherzdepots um eine verbindliche Auswahl aus Einzelweihungen verschiedener Personen handelt. Die verschiedenen räumlichen, zeitlichen und sozialen Ebenen solcher Komplexe offenbaren einen langfristigen Thesaurierungsprozess. Durch die strukturelle Parallelisierbarkeit mit Flussopferplätzen und antiken griechischen Heiligtümern können entsprechende Horte als sekundärer Niederschlag ganz ähnlicher Dedikationspraktiken identifiziert werden.

Autoren

Tilmann Vachta

Tilmann Vachta studierte Prähistorische Archäologie, Geschichte und Germanistik in Bochum. Promoviert wurde  er in Prähistorischer Archäologie an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über die Hortfundplätze in Böhmen. Seit 2014 forscht er zur Metallurgie bronzezeitlicher Deponierungen sowie zu einer bronzezeitlichen Befestigungsanlage in Rumänien an der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Horte und Deponierungen der Bronzezeit, prähistorische Opfer- und Votivpraktiken sowie die Bronzezeit Mittel- und Osteuropas.


Citation

Tilmann Vachta, "Thesaurierungsprozesse bronzezeitlicher Hortfunde anhand ihrer Kompositionselemente", in: Svend Hansen, Daniel Neumann and Tilmann Vachta (Eds.), Raum, Gabe und Erinnerung. Weihgaben und Heiligtümer in prähistorischen und antiken Gesellschaften, Berlin: Edition Topoi, 2016, 93–117
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