Theurgie, Imagination und aitherischer Seelenleib: Aspekte visionärer, ritueller Dichtung bei Henry More?

Lutz Bergemann

Veröffentlicht in: Vom Seelengefährt zum Glorienleib
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-57-9
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1460
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Abstract

In diesem Beitrag wird der Versuch unternommen, die Gedichte der Psychodia Platonica des Cambridger Platonikers Henry More vor dem Hintergrund ritueller, theurgischer Texte des spätantiken Neuplatonismus zu verstehen, um sich auf diese Weise der zentralen Rolle, die der aitherische Seelenleib (ochema) als Inspirationsmedium für diese Dichtung spielt, hermeneutisch anzunähern. Als rituell-performativer Text theurgischer Qualität thematisiert die Psychodia Platonica nicht nur metaphysisch-theologische Inhalte, sondern nutzt diese und ihre sprachliche Gestalt zugleich, um zu einer spirituellen Veränderung bei den Rezipierenden anzuleiten.

Autoren

Lutz Bergemann

Lutz Bergemann studierte Philosophie, Klassische Philologie sowie Mittel- und Neulateinische Philologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Promotion 2004 an der CAU zu Kiel im Fach Philosophie mit einer Arbeit über neuplatonische(Licht-)Metaphysik, Habilitation 2010 in Münster im Fach Philosophie. Seit 2012 ist er an der Professur für Ethik in der Medizin der FAU Erlangen-Nürnberg als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des Klinischen Ethikkomitees des Universitätsklinikums Erlangen tätig sowie seit 2015 zusätzlich als Fellow für das Forschungsprojekt Human Rights in Healthcare der FAU Erlangen-Nürnberg. Forschungsschwer­punkte: Klinische Ethik, Vulnerabilität, Ethik in der Pflege, Medizinethik, Tugend-ethik, Geschichte der Philosophie, Geschichte des Neuplatonismus.


Citation

Lutz Bergemann, "Theurgie, Imagination und aitherischer Seelenleib: Aspekte visionärer, ritueller Dichtung bei Henry More?", in: Verena Olejniczak Lobsien, Bernd Roling, Lutz Bergemann and Bettina Bohle (Eds.), Vom Seelengefährt zum Glorienleib. Formen aitherischer Leiblichkeit, Berlin: Edition Topoi, 2018, 237–265
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