Trojaner und Erbfeinde

Ethnographisches Wissen, kartographische Praxis und Propaganda in Europa und dem Osmanischen Reich in der Frühen Neuzeit

Robert Born

Veröffentlicht in: Mapping Ancient Identities
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-55-3
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1485
  • Views 74
  • Downloads 74
  • dEbook 40

Abstract

In dem Beitrag wird die kartographische Dimension der osmanischen Expansion in der Frühen Neuzeit in den Blick genommen werden. Das besondere Augenmerk gilt dabei den unterschiedlichen Modi der Funktionalisierung des überlieferten Corpus’ antiken geographischen Wissens. Der erste Teil widmet sich der genealogischen Gleichsetzung von Türken und Trojaner, die nach der Einnahme Konstantinopels 1453 eine radikale Umdeutung erfuhr. Daran anschließend wird die Rezeption der Geographike Hyphegesis des Ptolemaios wie auch das Weiterleben des antiken Wissens im Osmanischen Reich vorgestellt. Hierbei zeigt sich, dass dieses Wissen durch byzantinische Gelehrte unmittelbar nach 1453 weitertradiert und teilweise im Dialog mit Gelehrten in Westeuropa aktualisiert wurde.

Autoren

Robert Born

Robert Born hat in Basel und Berlin Kunstgeschichte, Klassische Archäologie sowie Neuere und Osteuropäische Geschichte studiert und wurde 2007 an der Berliner Humboldt-Universität mit einer Arbeit über die Christianisierung in der Provinz Scythia Minor promoviert. Seit 2006 ist er am Leipziger Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Projektkoordinator und -leiter (2006–2013) sowie als Fachkoordinator für Kunst- und Kulturgeschichte (2006–2010) tätig. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehören neben spätantiker Architektur und Urbanistik u. a. Kunsthistoriographie der Zwischenkriegszeit und Geschichtskonstruk­tionen und deren Visualisierung in Ostmitteleuropa.


Citation

Robert Born, "Trojaner und Erbfeinde. Ethnographisches Wissen, kartographische Praxis und Propaganda in Europa und dem Osmanischen Reich in der Frühen Neuzeit", in: Susanne Grunwald, Kerstin P. Hofmann, Daniel A. Werning and Felix Wiedemann (Eds.), Mapping Ancient Identities. Methodisch-kritische Reflexionen zu Kartierungspraktiken , Berlin: Edition Topoi, 2018, 37–55
BibTeX
@incollection{Born2018,
  author = {Robert Born},
  title = {Trojaner und Erbfeinde},
  subtitle = {Ethnographisches Wissen, kartographische Praxis und Propaganda in Europa und dem Osmanischen Reich in der Frühen Neuzeit},
  pages = {37-55},
  editor = {Susanne Grunwald and Kerstin P. Hofmann and Daniel A. Werning and Felix Wiedemann},
  booktitle = {Mapping Ancient Identities},
  booksubtitle = {Methodisch-kritische Reflexionen zu Kartierungspraktiken },
  series = {Berlin Studies of the Ancient World},
  number = {55},
  date = {2018},
  publisher = {Edition Topoi},
  location = {Berlin},
  url = {http://edition-topoi.org/articles/details/1485},
  urldate = {2019-06-16},
  doi = {10.17171/3-55-3},
}