Verschwunden aber nicht vergessen

Objektepistemologische Betrachtungen materialanalytischer Rekonstruktionen verschwundener Polychromie am Beispiel des Elfenbeindekors aus Arslan Tash, 8. Jahrhundert v. u. Z., Syrien

Ina Reiche

Veröffentlicht in: Objektepistemologien
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-59-9
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1447
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Abstract

Auf der Grundlage nicht-invasiver naturwissenschaftlicher Untersuchungen des verschwundenen Dekors an Elfenbeinschnitzereien aus Arslan Tash, 8. Jahrhundert v. u. Z., Syrien, kann illustriert und diskutiert werden, welche Rolle neue chemisch-physikalische Analysetechniken in der Kunst- und Kulturgutanalyse spielen können, um die Materialität von Objekten besser wahrzunehmen und deren Funktion genauer definieren zu können. Durch materialanalytische Verfahren lässt sich das für uns sichtbare Erscheinungsbild der Objekte ergänzen. Damit haben naturwissenschaftliche Methoden das Potential zu neuen Ding-Erkenntnissen jenseits unserer menschlichen Sinneswahrnehmung. Es konnte festgestellt werden, dass sich durch taphonomische Prozesse auch die materiellen Eigen­schaften der Dinge und damit ihre Materialität im Sinne der Wirkung, die sie auf uns haben, verän­dern. Dies führt auch zu einem veränderten Umgang mit ihnen in der Gegenwart.

Autoren

Ina Reiche

Ina Reiche studierte Chemie und Kunstgeschichte an der Freie Universität Berlin, der Universität Toulouse III und der Universität Sorbonne, bevor sie im Jahr 2000 in Materialwissenschaften an der Universität Paris VI promovierte. Zwischen 2000 und 2002 arbeitete sie im Rathgen-Forschungslabor an den Staatlichen Museen zu Berlin, ging dann 2003 zum CNRS nach Paris, um im Forschungs- und Restaurierungszentrum der französischen Museen (Centre de recherche et de restauration des Musées de France, C2RMF) zu arbeiten. Sie habilitierte sich 2009 in Chemie und wurde 2012 For­schungs­direktorin des CNRS. Seit 2014 leitet sie das Rathgen-Forschungslabor, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz.


Citation

Ina Reiche, "Verschwunden aber nicht vergessen. Objektepistemologische Betrachtungen materialanalytischer Rekonstruktionen verschwundener Polychromie am Beispiel des Elfenbeindekors aus Arslan Tash, 8. Jahrhundert v. u. Z., Syrien", in: Markus Hilgert, Henrike Simon and Kerstin P. Hofmann (Eds.), Objektepistemologien. Zur Vermessung eines transdisziplinären Forschungsraums, Berlin: Edition Topoi, 2018, 217–236
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