Zum Konzept der flüssigen Materie um 1750 am Beispiel Christian Wolffs

Hanns-Peter Neumann

Veröffentlicht in: Vom Seelengefährt zum Glorienleib
Jahr: 2018
DOI: 10.17171/3-57-11
Shortlink: edition-topoi.org/articles/details/1462
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Abstract

In meinem Beitrag geht es um die Frage, wie die platonischen-neuplatonischen und frühneuzeitlichen Vorstellungen eines Ätherleibs, der medizinischen spiritus-Theorie und deskosmischen Äthers im 18. Jahrhundert transformiert wurden. Im Vordergrund steht die an Leibniz’ Philosophie angelehnte Materietheorie Christian Wolffs, der u. a. neuere neurophysiologische Erkenntnisse, aber auch alchemische Traditionen und Mutmaßungen zur Frage der elektrischen Materie in sein Konzept der flüssigen Materie integriert hat. Der Begriff der flüssigen Materie fungiert als Oberbegriff, der alle schnellen, volatilen und subtilen Materien unter sich fasst. Dazu gehören auch der Äther und das Nervenfluidum.

Autoren

Hanns-Peter Neumann

Hanns-Peter Neumann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zur Zeit ediert er den Briefwechsel zwischen Christian Wolff und Ernst Christoph von Manteuffel. Sein Fachgebiet ist die Geschichte der Philosophie und die Wissenschaftsgeschichte von der frühen Neuzeit bis in die Moderne. Unter seine Veröffentlichungen zählen Natura sagax – Die geistige Natur. Zum Zusammenhang von Naturphilosophie und Mystik in der frühen Neuzeit am Beispiel Johann Arndts (Tübingen 2004; Dissertation) und Monaden im Diskurs. Monas, Monaden, Monadologien 1600 bis 1770 (Stuttgart 2013; Habilitationsschrift).


Citation

Hanns-Peter Neumann, "Zum Konzept der flüssigen Materie um 1750 am Beispiel Christian Wolffs", in: Verena Olejniczak Lobsien, Bernd Roling, Lutz Bergemann and Bettina Bohle (Eds.), Vom Seelengefährt zum Glorienleib. Formen aitherischer Leiblichkeit, Berlin: Edition Topoi, 2018, 299–317
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