Dies ist kein römisches Objekt. Ein archäologisch-semiotischer Zugang zur materiellen Kultur der römischen Provinz Epirus

Petra Wodtke

Reihe: Berlin Studies of the Ancient World. Vol. 54
Jahr: 2018
Seiten: 439
Preis: 49,90
DOI: 10.17171/3-54
Shortlink: edition-topoi.org/books/details/1392
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Abstract

Die römische Provinz Epirus stand bislang nicht im Zentrum des altertumswissenschaftlichen Interesses, obwohl in den letzten Jahrzehnten zu ihren archäologischen Stätten zahlreiche Forschungsprojekte durchgeführt wurden. Die vorliegende Arbeit bietet erstmals eine umfassende Zusammenstellung. Die These lautet, dass die Gebiete der Provinz keineswegs verödet oder rückständig waren, wie es antike Schriftquellen behaupten. Vor dem Hintergrund der Frage, wie man heute eine Provinz im Osten des Römischen Reiches vorlegt und die disparaten Forschungsergebnisse zusammenführt, muss zunächst das Konzept der Romanisierung grundlegend analysiert werden. Als Konzept, das für Schriftquellen entwickelt wurde, erweist es sich als untauglich für die Anwendung auf archäologische Quellen, auf Materielle Kultur. Daher wird in diesem Buch ein neues archäologisch-semiotisches Analysesystem auf der Basis der Theorien von Charles S. Peirce entwickelt, das Fragen nach pluralistischen Kommunikationsstrukturen und -strategien in den Vordergrund rückt. Mit Hilfe des neuen Systems werden dann die archäologischen Forschungsergebnisse aus Epirus ausgewertet. Der Fokus liegt dabei auf der Erschließung von Landschaft: Neben den urbanen Zentren wie Butrint, Phoinike, Hadrianopolis im heutigen Albanien oder Nikopolis und Dodona in Griechenland werden ländliche Besiedlungsstrukturen behandelt, aber auch Themen wie Wegesysteme oder Wasserwirtschaft.

Autor

Petra Wodtke

Petra Wodtke hat Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte, Provinzialrömische Archäologie und Latein in Berlin, Lausanne und Wien studiert und 2010 an der Universität Wien mit dem Master of Arts abgeschlossen. Von 2010 bis 2014 promovierte sie am International Graduate Centre for the Study of Culture an der Justus-Liebig-Universität Gießen in Klassischer Archäologie. Im Juni 2015 trat sie eine Stelle im Research Center of Ancient Studies des Berliner Antike-Kollegs an, von wo sie im April 2016 ins Wissenschaftsmanagement des Exzellenzclusters Topoi wechselte. Von 2015 bis 2018 war sie außerdem wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Forschungsprojekt Foto-Objekte (Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin).


Citation

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