Genealogie und Migrationsmythen im antiken Mittelmeerraum und auf der arabischen Halbinsel

Almut-Barbara Renger, Isabel Toral-Niehoff (eds.)

Reihe: Berlin Studies of the Ancient World. Vol. 29
Jahr: 2014
Seiten: 258
Preis: 29,90 Euro
URN (PDF): urn:nbn:de:kobv:11-100213576
URN (dEbook): urn:nbn:de:kobv:11-100213861
Shortlink: edition-topoi.org/books/details/19
  • Views 2911
  • Downloads 971
  • dEbook 990

Abstract

Genealogien sind in Kulturen des antiken Mittelmeerraums und der Arabischen Halbinsel weit verbreitet. Sie dienen dazu, durch Bezüge zwischen einzelnen Menschen und Gruppen sowie zwischen Mensch und Gottheiten Kontinuität und Dauer herzustellen. Unter diachron-historisierender Rückbindung in vertikalen Geschlechterfolgen werden soziale Wirklichkeiten konstruiert, die Ordnung, Stabilität und Beständigkeit suggerieren. Brüche und Diskontinuitäten werden harmonisiert, Fortdauer und Verstetigung garantiert und so religiöse, politische und ethnische Ansprüche und Vorrechte legitimiert. Diese Funktion teilen die Genealogien mit Mythen von der Herkunft und den Wanderungen einer fiktiven oder realen Person, eines Geschlechts oder einer Ethnie.

Die interdisziplinäre Betrachtung von Genealogie und Migrationsmythen stellt ein Desiderat dar, dem der vorliegende Band mit Beiträgen aus Religionswissenschaft und Theologie, Biblischer und Klassischer Archäologie, Alter Geschichte, Gräzistik und Latinistik, Ägyptologie und Arabistik anhand exemplarischer Einzelstudien nachkommt.

Herausgeber

Almut-Barbara Renger

Almut-Barbara Renger, Dr. phil. (Heidelberg 2001), Habilitation (Frankfurt a.M. 2009), ist Professorin für Antike Religion und Kultur sowie deren Rezeptionsgeschichte an der Freien Universität Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Mythen und ihre Rezeption, Kultur- und Religionsgeschichte der Antike und deren Fortwirken, Ideen- und Wissensgeschichte, Literatur-, Kultur- und Religionstheorien sowie Wechselbeziehungen zwischen Religion und Literatur.

Isabel Toral-Niehoff

Isabel Toral-Niehoff, Studium der Geschichte und Islamkunde in Tübingen, Dr. phil. (Tübingen 1997), Habilitation (Berlin 2008), ist seit 2012 Marie Curie Fellow am Institute for the Study of Muslim Civilizations Aga Khan University London. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Arabien und der Nahe Osten in der Spätantike, kulturelle Identität, Kulturtransfer-Prozesse, arabische Magie und Geheimwissenschaften, Übersetzungsliteratur sowie Al-Andalus.


Citation

BibTeX
@book{
  author = {}
  title = {Genealogie und Migrationsmythen im antiken Mittelmeerraum und auf der arabischen Halbinsel},
  publisher = {Berlin: Edition Topoi},
  year = {2014},
  pages = {258}
}