Mapping Ancient Identities

Methodisch-kritische Reflexionen zu Kartierungspraktiken

Susanne Grunwald, Kerstin P. Hofmann, Daniel A. Werning, Felix Wiedemann (eds.)

Reihe: Berlin Studies of the Ancient World. Vol. 55
Jahr: 2018
Seiten:
DOI: 10.17171/3-55
Shortlink: edition-topoi.org/books/details/1482
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Abstract

Die (Re-)Konstruktion und räumliche Situierung kollektiver Identitäten stellt einen zentralen Bestand­teil altertumswissenschaftlicher Praxis dar. Doch obwohl Karten als Analyseinstrument und Darstel­lungsmethode eine wesentliche Rolle spielen, sind ihre Implikationen und Effekte bislang nur unzurei­chend vergleichend untersucht. Dabei hat man in den Altertumswissenschaften nicht nur immer wieder versucht, geographische Informationen über die Herkunft und Verbreitung von Sprachen, Artefakten, Völkern oder Kulturen narrativ darzustellen, sondern eben auch karto­gra-phisch zu fixieren. Solche kartographischen Identitätskonstruktionen können als direkte oder auch indizielle Erfassung historischer Handlungsträger verstanden werden. So gibt es Karten, auf denen etwa Völker oder Sprachgruppen unmittelbar geographisch situiert werden; andere Karten geben lediglich die geographische Verteilung bestimmter Merkmale (linguistische Charakteristika, materielle Objekte etc.) wieder, die als Hinweis auf die Präsenz oder gar Handlungen kollektiver Identitäten angesehen werden. In diesem Sammelband werden Kartierungspraktiken aus unter­schied­lichen fachlichen Perspektiven in ihren verschiedenen Ausprägungen und Transformationen kritisch beleuchtet.

Herausgeber

Susanne Grunwald

Susanne Grunwald, Dr. des. phil. (Leipzig 2012), studierte Prähistorische Archäologie, Alte Geschichte und Mittelalterliche Geschichte in Jena und Leipzig. Zwischen 2005 bis 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Die Burgwallforschung in Sachsen und Ostmitteleuropa von 1927 bis 1995. Zielsetzungen und Methoden der Archäologie im 20. Jahrhundert“ am Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte in Leipzig. Als Stipendiatin der RGK des DAI forschte sie 2017/2018 zur Nachkriegs­archäologie in Deutschland, seit 2018 ist sie Mitarbeiterin am DAI in Berlin. Ihre derzeitigen For­schungs­schwerpunkte sind Geschichte der Archäologie und Denkmalpflege, Ausstellungs­geschichte und archäologische Kartographie in Deutschland und Zentraleuropa.

Kerstin P. Hofmann

Kerstin P. Hofmann ist Prähistorische Archäologin und Zweite Direktorin der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt a. M. Zuvor war sie als Auslandsstipendiatin des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom und arbeitete dann als Koordinatorin der Cross Sectional Group V “Space and Collective Identities”, später als Nachwuchsgruppenleiterin des Key Topic Identities beim Exzellenzcluster Topoi. Ihre Forschungsschwerpunkte sind kultureller Wandel, Identitäten und Mensch-Ding-Beziehungen in den Metallzeiten sowie der Frühgeschichte Europas.

Daniel A. Werning

Von 2013 bis 2017 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Topoi Lab, Area C Perception and Representation und Mitglied der Forschungsgruppe (C-4) Pictorial Constructions of Space(s) des Exzellenzeclusters Topoi. Im Wintersemester 2016/17 war er Gastprofessor am Institut für Archäologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Haupt­forschungsinteressen sind altägyptische Linguistik, Philologie und Religion sowie typologische Sprachwissenschaft allgemein und Digital Humanities.

Felix Wiedemann

Felix Wiedemann studierte Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie an der Freien Universtität Berlin. Dort promovierte er 2006 mit einer Arbeit zur Rezeption der europäischen Hexenprozesse.

Felix Wiedemanns Forschungsschwerpunkte sind Wanderungsnarrative in den Wissenschaften vom Alten Orient (1870–1930), Historiographiegeschichte, Geschichte des Orientalismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus und Neureligiöse Bewegungen.


Citation

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