Objektepistemologien

Zur Vermessung eines transdisziplinären Forschungsraums

Markus Hilgert, Henrike Simon, Kerstin P. Hofmann (eds.)

Reihe: Berlin Studies of the Ancient World. Vol. 59
Jahr: 2018
Seiten:
DOI: 10.17171/3-59
Shortlink: edition-topoi.org/books/details/1469
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Abstract

Die sozial- und kulturwissenschaftliche Bewertung der Dinge, ihres epistemischen Status sowie ihres Stellenwerts im Rahmen sozialer Praktiken und damit für das Soziale insgesamt hat in den letzten drei Jahrzehnten eine bemerkenswerte Dynamik entfaltet und eine radikale theoretische Weiterent­wicklung vollzogen. In der aktuellen theoretischen Debatte über die Dinge wird dabei insbesondere die Variabilität und Instabilität der sozialen Praxis sowie die ‘Ambivalenz der Dinge’ betont. Objekt­epistemologien widmen sich der Frage, wie genau multiple und variable Objektidentitäten in der epistemischen Praxis entstehen und wie sie ihrerseits auf diese Praxis zurückwirken. Handlungsoptio­nen an, mit oder infolge von Dingen besitzen jedoch stets auch eine soziale, wirtschaftliche, politi­sche sowie eine ethische Dimension, die ebenfalls wissensbasiert ist und deren Prämissen es gleicher­maßen zu klären gilt.

Die Texte des vorliegenden Bandes stellen den Versuch dar, das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen Dingen und Wissen aufzudecken und in verschiedenen Erscheinungsformen zu analysieren. Dadurch umreißen sie den transdisziplinären Forschungsraum der Objektepistemologien und stellen sein wissenschaftliches Potential unter Beweis.

Herausgeber

Markus Hilgert

Markus Hilgert ist Altorientalist und Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder. Von 2014 bis 2018 war Hilgert Direktor des Vorderasiatischen Museums im Pergamonmuseum, von 2007 bis 2014 Professor (W3) für Assyriologie mit Schwerpunkt Sumerologie an der Universität Heidelberg. Hilgert ist Initiator und erster Sprecher (2011 bis 2013) des SFB 933 Materiale Textkulturen. Materialität und Präsenz des Geschriebenen in non-typographischen Gesellschaften an der Universität Heidelberg.

Henrike Simon

Henrike Simon, Dr. phil. (München 2009), ist Ägyp­to­login mit Schwerpunkten auf Ägyptischer Literatur, Literaturtheorie und Methodik der ägyptolo­gischen Literaturwissenschaft sowie Kulturwissenschaftlichen Fragestellungen zum Alten Ägypten. Seit 2014 ist sie Geschäftsführerin des Berliner Antike-Kollegs.

Kerstin P. Hofmann

Kerstin P. Hofmann ist Prähistorische Archäologin und Zweite Direktorin der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt a. M. Zuvor war sie als Auslandsstipendiatin des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom und arbeitete dann als Koordinatorin der Cross Sectional Group V “Space and Collective Identities”, später als Nachwuchsgruppenleiterin des Key Topic Identities beim Exzellenzcluster Topoi. Ihre Forschungsschwerpunkte sind kultureller Wandel, Identitäten und Mensch-Ding-Beziehungen in den Metallzeiten sowie der Frühgeschichte Europas.


Citation

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