Perspektiven der Spolienforschung 2

Zentren und Konjunkturen der Spoliierung

Stefan Altekamp, Carmen Marcks-Jacobs, Peter Seiler (eds.)

Reihe: Berlin Studies of the Ancient World. Vol. 40
Jahr: 2017
Seiten: 404
DOI: 10.17171/3-40
Shortlink: edition-topoi.org/books/details/1188
  • Views 1712
  • Downloads 138
  • dEbook 54

Abstract

Die Wiederverwendung und Umnutzung antiker Bauten, Bauteile und Skulpturen ist ein weitverbreitetes Phänomen der Nachantike. Rom und der Maghreb liefern zahlreiche und vielfältige Beispiele für diese Aneignung materieller Hinterlassenschaften der Antike. Während sich die beiden Regionen seit dem Ausgang der Antike politisch und kulturell sehr unterschiedlich entwickeln, zeigen sie in der praktischen Umsetzung der Wiederverwendung, die zwischenzeitlich quasi-industrielle Ausmaße annimmt, strukturell ähnliche organisatorische, logistische und rechtlich-lenkende Praktiken. An beiden Schauplätzen kann die Antike alternativ als eigene oder fremde Vergangenheit konstruiert und die Praxis der Wiederverwendung utilitaristischen oder ostentativen Charakter besitzen.

Inhalt

Herausgeber

Stefan Altekamp

Stefan Altekamp (Dr. phil.: Münster 1989; Habilitation: Berlin 1998), ist Klassischer Archäologe und Privatdozent am Institut für Archäologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsinteressen sind: Frühgriechische Architektur, Archäologie Nordafrikas, Archäologie-Geschichte, public archaeology.

Carmen Marcks-Jacobs

Carmen Marcks-Jacobs studierte klassische Archäologie an der Philipps-Universität Marburg und der Universität zu Köln, an der sie 2005 promoviert hat. Bei Topoi forschte sie vor allem über die Wiederverwendung von altertümlichen Gebäuden und Monumenten im frühen islamischen Spanien und fragte nach der Tradition von Wissen und der Kontinuität von Funktionsweisen im Kontext von urbanen Transformationen. Ihre Forschungsinteressen sind die Archäologie der Iberischen Halbinsel, römische Plastiken und die Geschichte der Antikensammlungen. Seit 2011 ist sie Koordinatorin der Berlin Graduate School of Ancient Studies (BerGSAS) an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Peter Seiler

Peter Seiler (Dr. phil.: Heidelberg 1989, Habilitation: Berlin 2001) ist Kunsthistoriker und Privatdozent am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Bildkünste des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in Italien, Theorie und Praxis der Antikenrezeptionsforschung sowie Geschichte kunsthistorischer Bildkompetenzen.


Citation

BibTeX
@book{
  author = {}
  title = {Perspektiven der Spolienforschung 2},
  publisher = {Berlin: Edition Topoi},
  year = {2017},
  pages = {404}
}