Vom Wandern der Völker. Migrationserzählungen in den Altertumswissenschaften

Felix Wiedemann, Kerstin P. Hofmann, Hans-Joachim Gehrke (eds.)

Reihe: Berlin Studies of the Ancient World. Vol. 41
Jahr: 2017
Seiten: 370
DOI: 10.17171/3-41
Shortlink: edition-topoi.org/books/details/1236
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Abstract

Wanderungsbewegungen gehören zu den zentralen Gegenständen historischer Forschung und Darstellung. Sie fungieren als historische Wegmarken oder Epochenschwellen und spielen eine zentrale Rolle bei der (Trans-) Formation von Räumen und kollektiven Identitäten. Dabei weisen moderne wissenschaftliche Darstellungen von Wanderungsbewegungen aus unterschiedlichen Kontexten, Zeiten und Räumen erstaunliche inhaltliche Ähnlichkeiten und analoge Erzählmuster auf, die sich keineswegs durch vermeintliche Parallelen in den dargestellten Ereignissen erklären lassen. Vielmehr scheinen diese ihren Hintergrund in der Art und Weise zu haben, wie Migrationen dargestellt und erzählt werden. Die Beiträge des vorliegenden Bandes decken ein breites Spektrum vornehmlich altertumswissenschaftlicher Disziplinen ab und vermögen zu zeigen, dass noch die jüngere Wanderungshistoriographie tradierten Erzählmustern folgt, die teilweise bis in die Antike zurückreichen.

Inhalt

Herausgeber

Felix Wiedemann

Felix Wiedemann studierte Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie an der Freien Universtität Berlin. Dort promovierte er 2006 mit einer Arbeit zur Rezeption der europäischen Hexenprozesse.

Felix Wiedemanns Forschungsschwerpunkte sind Wanderungsnarrative in den Wissenschaften vom Alten Orient (1870–1930), Historiographiegeschichte, Geschichte des Orientalismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus und Neureligiöse Bewegungen.

Kerstin P. Hofmann

Kerstin P. Hofmann ist Prähistorische Archäologin und Zweite Direktorin der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt a. M. Zuvor war sie als Auslandsstipendiatin des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom und arbeitete dann als Koordinatorin der Cross Sectional Group V “Space and Collective Identities”, später als Nachwuchsgruppenleiterin des Key Topic Identities beim Exzellenzcluster Topoi. Ihre Forschungsschwerpunkte sind kultureller Wandel, Identitäten und Mensch-Ding-Beziehungen in den Metallzeiten sowie der Frühgeschichte Europas.

Hans-Joachim Gehrke

Hans-Joachim Gehrke ist emeritierter Professor der Universität Freiburg (Breisgau) und Beauftragter des Rektors für das University College Freiburg. Nach seiner Habilitation 1982 in Göttingen war er Professor für Alte Geschichte an der Universität Würzburg, der Freien Universität Berlin und der Universität Freiburg. In den Jahren 2008 bis 2011 war er Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts. Seine Forschungsinteressen sind Griechische Geschichte, Historische Ethnografie des zentralen und östlichen Mittelmeerraums, soziale Konflikte und soziale Integration sowie Konzepte kollektiver Identitäten.

 


Citation

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