Wandernde Dinge als Assemblagen. Neo-Materialistische Perspektiven zum ‚römischen Import‘ im ‚mitteldeutschen Barbaricum‘

Stefan Schreiber

Reihe: Berlin Studies of the Ancient World. Vol. 52
Jahr: 2018
Seiten: 402
Preis: 44,90 Euro
DOI: 10.17171/3-52
Shortlink: edition-topoi.org/books/details/1368
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Abstract

Als ‘Importe’ gelten archäologische Phänomene, wenn sie fern ihres vermuteten Herstellungsortes gefunden werden. Diese Charakterisierung beruht auf einem starren Objektbegriff und wird der Vielschichtigkeit von Dingen und ihren Beziehungsgefügen nicht gerecht. Daher werden in diesem Buch Dinge als Assemblagen verstanden und nicht als Objekte. Solche Assemblagen sind heterogen, symbolhaft und materiell zugleich. Ausgehend von dieser Konzeption wird der Charakter von ‘Importen‘ als spezifische Assemblagen neu untersucht. Am Beispiel ‘römischer Importe‘, die im ’mitteldeutschen Barbaricum‘ gefunden wurden, wird den jeweiligen Beziehungsgefügen nachgegangen. Diese sind nicht fix, sondern verändern sich beständig, sowohl durch vergangene Praktiken, als auch wissenschaftliche Untersuchungen. Zur Beschreibung jener Veränderungen wird eine erkenntnistheoretische Figuration der Wanderin entworfen. Sie macht nicht nur ‘römischen Import’ als Assemblage beschreibbar; sie weist auch über ihn hinaus und ist für die Charakterisierung anderer wandernder Dinge anschlussfähig.

Autor

Stefan Schreiber

Stefan Schreiber studierte Ur- und Frühgeschichte, Mittelalterliche Geschichte und Ältere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Magisterarbeit schrieb er über ‘Kulturelle Aneignungen’ als Strategien des Umgangs mit Dingen. Derzeit promoviert er an der Berlin Graduate School of Ancient Studies an der Freien Universität Berlin im Exzellenzcluster 264 Topoi. In seiner Dissertation, “Wenn Dinge wandern: Überlegungen zum Charakter ‘römischen Imports’ im ‘mitteldeutschen Barbaricum’ im 1.–5. Jh. u. Z.” verbindet er Ansätze der Archäologie, material culture studies und anthropologischen Globalisierungsforschung.

 

­Stefan Schreiber schloss sein Studium der Ur- und Frühgeschichte, Mittelaltergeschichte und Älteren Deutschen Sprache und Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin ab. Anschließend promovierte er an der Freien Universität Berlin als Stipendiat des Exzellenzclusters Topoi.

Die vorliegende Dissertation reichte er 2016 im Promotionsstudiengang Material Cultures and Object Studies der Berlin Graduate School of Ancient Studies (BerGSAS) ein. Seit 2016 forscht er an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Projekt “Bedeutungen und Funktionen mediterraner Importe im früheisenzeitlichen Mitteleuropa (BEFIM)” und war bei Topoi als Sprecher der Forschungsgruppe Key Topic Identities tätig. Aktuell ist er im Projekt “Die Beiläufigkeit der Dinge als kulturelle Stabilisierung” bei Topoi tätig.

Zu seinen Interessen zählen archäologische und anthropologische Theorien, die materielle Kultur, Gendertheorie, Kulturkontakte und Agency-Theorien vom konstruktivistischen, postkolonialen und posthumanistischen Standpunkt.


Citation

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